ÖPNV

Dresden: Der Elektrobus hat Zukunft im ÖPNV

Dresden | 17.10.2011

Elektrofahrzeuge im Dresdner ÖPNV
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Elektrofahrzeuge im Dresdner ÖPNV

ÖPNV-Konferenz im Kulturpalast Dresden: Der Hybridbus hat Zukunft im ÖPNV und Sachsen zeigt sich als Vorreiter in Sachen öffentliche E-Mobilität.

Am Montag, 10. Oktober 2011 versammelten sich 140 interessierte Teilnehmer zur Fachkonferenz „Zukunftsorientierter ÖPNV – Der Weg zum Elektrobus" in Dresden. Darunter waren nationale und internationale Fachexperten aus den Bereichen ÖPNV, Technik und Forschung. Aber auch eine Vielzahl begeisterter Bürger und Studenten. Ihr gemeinsames Urteil lautete: Der Hybridbus ist im Stadtbild angekommen. Der Weg hin zu einem gleichermaßen effizienten wie auch umweltfreundlichen ÖPNV wird weiter beschritten.

E-Mobilität im ÖPNV in Dresden

Im Namen des Sächsischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) lud die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH in den Kulturpalast Dresden ein. Neben zahlreichen Vorträgen von Betreibern, Herstellern und Zulieferern, hatten die Besucher die Gelegenheit untereinander ihre Erfahrungen auszutauschen und zu „netzwerken". Die AutoTram des Fraunhofer IVI konnte als Ausstellungsobjekt von den Besuchern am Kulturpalast besichtigt werden. „Die Elektromobilität hat auch im ÖPNV Fuß gefasst", so Sven Morlok, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. „Sachsen hat auf diesem Gebiet in den vergangenen beiden Jahren viel Wissen und Kompetenz dazugewonnen und ist damit bundesweiter Vorreiter."

Stand der E-Mobilität in Sachsen

Inhalt der Fachkonferenz war, den Stand der Elektromobilität im Bereich ÖPNV in Sachsen vorzustellen. Die Entwicklungsstufen von parallelen über serielle Hybridbusse bis hin zu rein elektrisch betriebenen Stadtbussen sollten aufgezeigt werden. „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass Deutschland zum Leitmarkt Elektromobilität wird. Technologische Entwicklungen im ÖPNV sind dabei ein wichtiger Baustein für diesen Anspruch." Das erklärte Dr. Veit Steinle, Abteilungsleiter für Umweltpolitik und Infrastruktur als Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).

Eindeutige Vorteile der öffentlichen E-Mobilität

Schon heute werden durch die eingesetzten Fahrzeuge geringere Kraftstoff-Verbräuche erreicht und bis zu 17% der Energie über Rekuperation zurückgewonnen. Weitere Vorteile bestehen in der Geräusch-Reduzierung durch intelligente Start-Stopp-Automatik und die Möglichkeit eines rein elektrischen Betriebs bis ca. 16 km/h bei vollem Speicher. Um die Anbindung des ländlichen Nahverkehrs an die Metropolen zukünftig weiterhin gewährleisten zu können und ein Netz von Hybridbussen über ganz Sachsen zu spannen, wurde unter anderem das Projekt RegioHybrid vorgestellt und diskutiert.

Dresden ist auf dem richtigen Weg

„Wir haben heute gesehen, dass wir auf dem richtigen Weg in Sachsen sind. Die Menschen nehmen die Hybridbusse gut an und interessieren sich für die mobile Zukunft Sachsens", berichtete Christian Micksch, Geschäftsführer der Sächsischen Energieagentur – SAENA GmbH. Neben der Diskussion über Erfahrungen und Vor- und Nachteile der Batterie als Speichermedium für die Antriebsenergie der Busse, wurden auch Lösungen für mit Brennstoffzellen betriebene Fahrzeuge aufgezeigt. Das Thema Ladeinfrastruktur mit den verschiedenen Varianten für Ladesysteme von induktiver Nachladung bis hin zu fahrdrahtgebundener Energieübertragung stand ebenso auf dem Veranstaltungsplan, wie die Forschung und Entwicklung an den Fahrzeugen selbst.

Ganzheitliches E-Mobilitätskonzept bis 2020

„Mit einer hohen Dichte an Forschungsinstituten und Forschungseinrichtungen in Sachsen sind wir für die Zukunft gut aufgestellt", resümierte Dr. –Ing. Matthias Klingner, Institutsleitung Fraunhofer- Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme Dresden (IVI). Abgerundet wurde die Konferenz mit einem internationalen Beitrag aus Kanada. Die Region Québec setzt genau wie Sachsen schon jetzt viele Teilprojekte im Bereich Elektromobilität um und will bis 2020 ein ganzheitliches Mobilitätskonzept mit Elektrofahrzeugen realisieren.

Hintergründe

Die Konferenz bildet den Abschluss des Projektes „SaxHybrid". Die SAENA arbeitet gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Praxis an der Beschaffung und der Piloterprobung serieller Hybridbusse für sächsische Kommunen. Diese Fahrzeuge können bereits partiell – z.B. in sensiblen Bereichen wie Haltestellen oder Wohngebieten – rein elektrisch fahren. Erst im Mai wurden 20 Fahrzeuge einer neuen Generation an die Verkehrsbetriebe Leipzig und Dresden übergeben. Diese Fahrzeuge werden seitdem im Linienbetrieb eingesetzt. Bis Jahresende werden in Sachsen durch die Unterstützung des Bundes und des Landes über 50 dieser innovativen und umweltfreundlichen Hybridbusse im Einsatz sein.

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